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In Schleswig-Holstein zu Hause
Kurzmeldungen

Schleswig-Holstein in Kürze

Abendstimmung: Blick auf den beleuchteten Rathausturm von Kiel  © dpa Das Ostseebad Travemünde aus der Luft © Tourismusamt Lübeck Fotograf: Sven-Erik ArndtDas Holstentor in Lübeck, ein Wahrzeichen der Stadt © Tourismusamt Lübeck Fotograf: Torsten KrügerSchriftzug "Polizei" auf einer Fahrzeugtür © dpa Fotograf: Ulrich Perrey

Flensburg: Anklage gegen "Hells-Angels"-Präsident

Der Flensburger Präsident der "Hells Angels" muss sich demnächst vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft erließ Anklage wegen versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Der 36-Jährige soll im September 2009 mit einem Auto ein Mitglied der verfeindeten Rockerbande "Bandidos" absichtlich von der Autobahn 7 gedrängt haben. Dem "Hells Angel" wird vorgeworfen, das Motorrad des 24-Jährigen zweimal gerammt zu haben. Das Opfer stürzte und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Der mutmaßliche Täter, der seit Anfang Januar in Untersuchungshaft sitzt, soll zudem Fahrerflucht begangen haben. Die Staatsanwaltschaft Flensburg stützt sich auf "umfangreiche kriminalistische Ermittlungsergebnisse": So soll das Auto des "Hells-Angels"-Anführers eindeutig als Unfallwagen identifiziert worden sein. Einen Termin für den Prozessauftakt vor dem Landgericht Flensburg gibt es noch nicht. | 10.03.2010 16:14

Flensburg: Friedensaktivistin muss Schadenersatz an Bahn zahlen

Eine Friedensaktivistin muss für eine Blockade-Aktion Schadenersatz an die Deutsche Bahn zahlen. Die Frau hatte sich im Februar 2008 zwischen Husum und Jübek an die Gleise gekettet und so einen Militärtransport zum Stehen gebracht. Die Bahn durchtrennte die Schienen, um die Frau zu "befreien", und stellte ihr dafür 14.000 Euro in Rechnung. Das Landgericht Flensburg urteilte am Mittwoch, die Friedensaktivistin sei grundsätzlich schadenersatzpflichtig, die Höhe stehe noch nicht abschließend fest. | 10.03.2010 16:04

Bad Segeberg: Karl-May-Festspiele suchen noch Komparsen

Wer neben Winnetou einen Indianer spielen möchte, kann dies in Bad Segeberg versuchen. Die Karl-May-Festspiele suchen 40 Komparsen für das Stück "Halbblut". Neben Squaws und Kriegern werden auch Eisenbahner, Saloon-Ladies und chinesische Bahnarbeiter gebraucht. "Unsere Mitwirkenden müssen mindestens 16 Jahre alt sein - und topfit", sagte Geschäftsführerin Ute Thienel am Mittwoch. Die Bewerber müssen genügend Zeit für die Proben und für 72 Vorstellungen von Juni bis September haben. Das Casting beginnt am 28. März um 12 Uhr. | 10.03.2010 15:56

Mehr als 100 Polizisten im Jahr 2009 verletzt

Die Zahl der bei Einsätzen verletzten Polizisten in Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr deutlich von 44 auf 108 Fälle gestiegen. Fast 50 Beamte fehlten einem Regierungsbericht zufolge im Jahr 2009 mindestens einen Tag lang im Dienst, weil sie bei ihrer Arbeit verletzt worden waren. Insgesamt gab es 704 sogenannte Widerstandshandlungen gegen Vollzugsbeamte, etwas weniger als im Vorjahr. "Angriffe auf Polizeibeamte dürfen nicht tatenlos hingenommen werden", sagte Innenminister Klaus Schlie (CDU) am Mittwoch in Kiel. Der strafrechtliche Schutz müsse verbessert werden. | 10.03.2010 11:48

AKW-Stillstand drosselt Stromproduktion in Schleswig-Holstein

Wegen des Stillstands der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel ist die Stromerzeugung im Norden im Jahr 2008 stark zurückgegangen. Nach Angaben des Statistikamtes sank die Produktion um 23,3 Prozent auf 22,4 Millionen Megawattstunden (MWh). Die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern nahm um 14,6 Prozent auf knapp 4,4 Millionen MWh zu. Auch bei Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Biogas, Abfall oder Photovoltaik gab es den Angaben zufolge einen Anstieg von knapp 10 Prozent auf fast 6,4 Millionen MWh. Insgesamt entspricht dies einem Anteil von 28,4 Prozent an der Nettostromerzeugung. | 10.03.2010 11:43