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Der Norden bereitet sich auf die Rückkehr des Wolfes vor. 200 Jahre nach dem Abschuss des letzten grauen Räubers soll Schleswig-Holstein wieder "Wolfsland" werden. "Wir wünschen uns, dass er hier wieder heimisch wird", sagte Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) bei der Präsentation des 14 Seiten umfassenden schleswig-holsteinischen "Wolfsmanagementplans" am Donnerstag in Eekholt im Kreis Segeberg. Er war in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Vertretern von Vereinen, Verbänden und Behörden erarbeitet worden. Ziel sei ein weitgehend konfliktfreies Nebeneinander von Wolf und Mensch. Der Plan soll helfen, Ängste in der Bevölkerung abzubauen. Bislang lebt im nördlichsten Bundesland allerdings noch kein einziger Wolf. Das Land wolle aber gerüstet sein, wenn das erste Tier zurückkehre, sagte Rumpf.
Um die Wiederbesiedlung zu sichern, müsse zunächst die dafür notwendige Akzeptanz in möglichst vielen Bevölkerungsschichten erreicht werden. Um Ängste und Vorurteile abzubauen, sollen speziell ausgebildete Wolfsbetreuer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Der Wildpark Eekholt solle für Schleswig-Holstein der zentrale "Wolfsstützpunkt" werden, sagte Rumpf.
Wölfe waren in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts so gut wie ausgerottet. Als im April 2007 erstmals wieder ein Tier nach Schleswig-Holstein kam, wurde es nahe Süsel bei Eutin (Kreis Ostholstein) von einem Auto überfahren.