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Wer Lust hat auf einen schönen Sonntagsspaziergang - dem sei eine Wanderung am Strand zwischen Kellenhusen und Lenster Strand empfohlen. Dort ist es nämlich nicht nur im Sommer sehr schön - auch jetzt im Winter hat diese Landschaft ihre großen Reize - gerade in diesem schnee- und eisreichen Jahr. Außerdem kann man dort zurzeit viele Vögel beobachten - und auch am Strand gibt's einiges interessantes zu entdecken. Friedrich Keller hat sich dort einmal umgeschaut.
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Der Wanderweg erstreckt sich zwischen Kellenhusen und Lenster Strand. Die Landschaft wurde während der letzten Eiszeit geformt. Später sorgten Ostseewellen und Stürme für die besondere Form der Küste - zum Beispiel das Sturmtief Daisy Anfang Januar, das auch dort deutliche Spuren hinterlassen hat. Im Sommer ist der Kellenhusener Strand ein Paradies für Badegäste. Aber auch jetzt im Winter hat diese Landschaft ihre großen Reize. Vor allem gibt's einen herrlichen Ausblick und im Sand einiges interessantes zu entdecken.
Kellenhusen gehört zu den kleineren Bädern an der Ostseeküste. Der Ort liegt an einer beschaulichen Bucht, die im Norden durch die Steilküste von Dahmeshöved begrenzt wird und im Süden durch einen ausgedehnten Naturstrand. Zurzeit liegt der Strand noch unter eine Schneedecke und die Ostsee ist zum Teil zugefroren. Hinter den Dünen liegt eine abwechslungsreiche Landschaft. Auf Höhe von Kellenhusen erstreckt sich ein größerer Forst, weiter südlich liegt die Klosterseeniederung mit Feldern und Weiden.
Der Spazierweg verläuft zunächst auf der ausgebauten Promenade und dann auf einem Naturstrand. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Lübecker Bucht. Bei guter Sicht kann man das gegenüberliegende Ufer, die mecklenburgische Küste, erkennen, mit Wismar und sogar Teilen von Kühlungsborn. Und auf dem Wasser können in der Ferne die Fähren und Frachter beobachtet werden, die in Richtung Travemünde oder Skandinavien unterwegs sind.
Viel zu entdecken gibt's auch auf dem Strand. Bei den Winterstürmen sind viele, viele Muscheln angespült worden, auch eher seltene Exemplare, wie zum Beispiel die Scheidenmuschel. Diese Art wurde in den 70er-Jahren aus Amerika eingeschleppt. Und wer Glück hat, findet dazwischen den einen oder anderen Bernstein oder versteinerten Seeigel. Interessant ist auch die Vegetation. Unter anderem wachsen dort Meersenf oder Mieren.
Zwei Kilometer südlich von Kellenhusen erstreckt sich die Klosterseeniederung. Ursprünglich war das Gebiet eine Förde, die jetzt verlandet und eingedeicht ist. Hinter den Deichen liegen Wiesen, Weiden und Felder. Und vom Deich aus können auch jetzt im Winter zahlreiche Vogelarten beobachtet werden.
Der ideale Ausgangspunkt für die Wanderung ist die Kellenhusener Seebrücke. Von hier aus verläuft der Weg zunächst noch ein Stück auf der Promenade, dann auf dem Naturstrand. Nach knapp zwei Kilometern erreicht man die Klosterseeniederung - dem Wendepunkt der Wanderung. Der Rückweg verläuft ebenfalls am Strand. In Kellenhusen wartet dann an der Promenade das ein oder andere Café.
Wer Lust hat auf einen Sonntagsspaziergang - dem sei eine Wanderung am Strand zwischen Kellenhusen und Lenster Strand empfohlen. Dort ist es auch jetzt im Winter schön, schwärmt Reporter Friedrich Keller.
Länge: 2:5 Minuten
Neben vielen Informationen und einer Wegbeschreibung, können Sie den Spaziergang hier auch akustisch begleiten.