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Neue Attacke im Krieg zwischen den verfeindeten Rockergruppen "Hells Angels" und "Bandidos"? Das Einfamilienhaus des Kieler Anführers der "Hells Angels" im Stadtteil Friedrichsort ist in der Nacht zum Donnerstag unter Beschuss genommen worden, wie die NDR 1 Welle Nord berichtete. Der Angriff wurde vom Landeskriminalamt (LKA) bestätigt. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot aus. Eine landesweite Ringfahndung nach dem Täter brachte bislang keinen Erfolg. Verletzt wurde von den Schüssen auf den Eingangsbereich des Hauses niemand.
Seit Monaten liefern sich die beiden Rockergangs in Schleswig-Holstein immer wieder blutige Auseinandersetzungen. Sie kämpfen um die Vorherrschaft im Rotlicht-Milieu. Erst am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Flensburger "Hells Angels"-Chef erhoben. Der 36-Jährige soll im September 2009 mit einem Auto das Motorrad eines "Bandidos"-Mitglieds zweimal gerammt und von der Autobahn 7 gedrängt haben. Das Opfer zog sich dabei schwere Verletzungen zu.
Beide Gangs zusammen haben nach LKA-Angaben in Schleswig-Holstein 50 bis 60 Vollmitglieder. Hinzu kommen 50 bis 75 Unterstützer. Innenminister Klaus Schlie (CDU) hatte der Rockerkriminalität im Norden den Kampf angesagt.
Die Veranstaltung der "Red Devils" in Neumünster ging ohne Zwischenfälle über die Bühne. (Meldung vom 07.03.2010)
Nach Einschätzung des Innenministers ist die Situation um "Hells Angels" und "Bandidos" in Schleswig-Holstein brisant. (Meldung vom 04.03.2010)
Peter Borchert gilt als Drahtzieher für den "Bandidos"-Standort Neumünster, der den "Hells Angels" ein Dorn im Auge ist. (Meldung vom 03.03.2010)
Die Rockergruppe wollte eines ihrer Mitglieder beim Antritt der Beugehaft begleiten. (Meldung vom 01.03.2010)